Lese und rede darüber

Social Reading – zwei Herzen schlagen ach in meiner Brust!

Die Möglichkeiten sich im Internet über seine Lieblingsbücher auszutauschen, Fragen zu stellen und Gleichgesinnte zu finden, ist eine schöne Sache. Wobei ich LovelyBooks der Bequemlichkeit halber vorziehe würde, wenn ich mehr als Rezensionen haben möchte. Wenn ich mich jedoch „nur“ über ein Buch informieren möchte, wäre meine erste Wahl immer noch LibraryThing. Denn so gut LovelyBooks gestaltet ist, man kann sich auf dieser Seite wieder ins Unendliche verlieren. Die Möglichkeiten sich über sein „Lieblingsthema“ Buch auszutauschen sind dort schon vielseitig.

Aber auch hier gibt es wieder zwei Seiten der Medaille. Je mehr man auch in diesen Foren preis gibt, desto mehr können andere mit deinen Angaben und Gedanken anstellen – und ich möchte meine Lesegewohnheiten eigenlich gerne für mich behalten. Das ist auch der Grund, warum ich meinen E-Book-Reader ohne WLAN nutze. Ich kann es in der S-Bahn nicht leiden, wenn mein Gegenüber versucht meinen Buchtitel zu erspitzeln oder womöglich über die Schulter mitliest, warum soll ich es „jemanden“ durch meinen Reader noch leichter machen.

Für die Praxis könnte ich mir im Moment vorstellen, Links für social reading auf unserer Homepage oder im OPAC zur Verfügung zu stellen um interessierte Leser auf diese Möglichkeit hinzuweisen.

Egal wie man zu diversen Foren steht, für Bücherliebhaber, die sich gerne unabhängig von Zeit und Ort über ihre Gedanken austauschen möchten, bietet Social Reading ein wunderbare Gelegenheit.

Information kompakt

Wiki – für die meisten Internetbenutzer, vor allem für viele Schüler, ein alltägliches Werkzeug. Nur wir alten Hasen sind in dieser Beziehung wohl etwas schwerfälliger. Wenn ich ehrlich bin, schlage ich doch noch häufiger ein Buch auf, während meine junge Kolleginnen sofort in Wikipedia nachforschen.

Auf die Idee selber tätig zu werden, bin ich bis jetzt noch nicht gekommen. Zum Verlieren der Hemmschwelle ist die 18-Dinge-Spielwiese hervorragend geeignet. Allerdings nutze ich das Wiki der Onleihe, jedoch nur zur Informationsgewinnung.

Ich könnte mir ein internes Wiki für Arbeitsabläufe und Arbeitsbeschreibungen vorstellen. Es muss nicht mehr überlegt werden, wo was abgeheftet wird und es kann von jedem Arbeitsplatz aus angesehen werden. So findet jeder ganz schnell die benötigte Information ohne lange zu suchen.

Infografiken – bunt, übersichtlich und informativ?

Informationen in einer übersichtlichen Weise an den Mann bzw. Frau bringen – dies ist das Ziel von Infografiken. Beim Stöbern in diversen Portalen konnte man sich einen kleinen Überblick verschaffen. Wobei ich auch hier wieder feststellen muss, weniger wäre bei der ein oder anderen Grafik durchaus mehr.

Interessant fand ich die Anwendung bei Prezi. Beim Stöbern konnte man wirklich gut gemachte Präsentationen finden. Nicht nur Informationen über Bibliotheken, sondern auch diverse Buchbesprechungen sind dort zu finden.

Ich könnte mir dynamische Präsentation gut bei Infosäulen mit Display vorstellen. Dort könnte man kurze Erklärungen bzw. Einführungen zur Bibliothek oder Buchempfehlungen abspielen.

Im übertragenen Sinn werden Infografiken eigentlich schon lange in Bibliotheken verwendet. Jeder grafisch gut gestalteter Handzettel ist eigentlich eine Infografik. Nämlich wichtige Information mit Bildern aufgelockert unters Volk gebracht – allerdings noch altmodisch auf Papier gedruck und nicht gepixtelt und digitalisiert …

Film ab …

Wenn ich ehrlich bin, habe ich schon die ein oder andere Stunde beim Stöbern in YouTube verbracht. Meistens will ich mir nur einen  Film kurz ansehen und klicke mich dann von Filmchen zu Filmchen. Manchmal natürlich rein dienstlich, wie z.B. bei einem Film über den anstrengenden Dienst in der Auskunft:

Allerdings muss ich gestehen, dass mir noch gar nicht bewußt war, dass das Bibliothekswesen inzwischen doch ganz gut vertreten ist. Obwohl auch hier der Grundsatz gelten sollte, dass man über Geschmack nicht streiten darf.

Bei meinen Kursen und Sprechstunden über E-Reading habe ich schon Videos verwendet. Das bietet sich dort ganz gut an, weil man beim Erklären bzw. Zeigen gemeinsam am PC sitzt. Ansonsten finde ich gut gemachte Image-Videos über die eigene Bibliothek eine schöne Idee.  Eine Kollegin von mir hat z.B.  für den Julius-Club einen tollen Film als Werbekampagne gedreht und ihn in den entsprechenden Klassenstufen zur Einstimmung gezeigt.

Im Auskunftsdienst kann ich mir eine Nutzung von Videos noch nicht vorstellen, das liegt aber auch daran, dass unsere Dienst-PCs für YouTube nur bedingt geeignet sind. Dafür verweise ich das ein oder andere Mal auf die Videos der Onleihe … Das ist doch auch schon etwas, oder?

 

 

Präsentieren im Netz

Wie einfach könnte man kommunikatives Arbeiten gestalten, wenn die Nutzung von Slideshare bekannter wäre.

Hier einige Anregungen:

Vor einiger Zeit war ich in Bremen zum Anwendertreffen von OCLC. Wie immer wurde zu Beginn des Treffens gefragt, ob die Präsentation an alle Teilnehmer geschickt werden soll. Natürlich möchte man nicht auf die Möglichkeit zum Nachlesen verzichten. Es dauert dann meistens ca. zwei Wochen, bis die Präsentation per Mail verschickt wird. Wenn die Mail mit der Präsentation kommt, überlegt man, ob man sie ausdruckt und abheftet oder abspeichert. Wie einfach wäre es, wenn diese Präsentation im Netz für alle Teilnehmer einsehbar wäre. Man könnte jederzeit darauf zu greifen und müsste keinerlei Überlegungen anstellen, was man sinnvoller Weise damit anstellt.

Die gleiche Überlegung würde sich auch für die Anwendertreffen der Onleihe-Verbünde anbieten. Auch hier wäre das mühselige Verschicken der Präsentationen an alle Listenteilnehmer hinfällig. Genauso könnte das Einfügen ins Wiki wegfallen und die Präsentation kann, ohne das man sich irgendwie und -wo einloggen muss, eingesehen werden. Außerdem könnte man zeitnah darauf zugreifen.

Eine andere Anwendungsmöglichkeit wäre das Sammeln von Präsentationen für diverse Veranstaltungen, z.B. Bookslam für den Julius-Club. Man könnte sie dann auch ganz leicht anderen Bibliotheken zur Verfügung stellen. Ich war ganz mutig und habe einen Bookslam, den ich letztes Jahr bei unserer Eröffnungsveranstaltung vorgestellt habe, eingestellt.

Ein anderer, nicht zu unterschätzender, Vorteil ist, dass man von überall und jederzeit auf Präsentationen zugreifen kann. Man ist nicht auf den eigenen PC,  ein externes Speichermedium, das bibliothekseigene Netz oder ein Passwort angewiesen. Ein PC und ein Internetzugang genügen vollkommen.

Beim Stöbern über bibliotheksnahen Themen bin ich u.a auf RDA und digitales Lesen gestossen. Wenn ich schon früher etwas über Slideshare gewusst hätte, hätte ich mir vor allem zum Thema digitales Lesen einige gute Anregungen holen können. Dies hätte mir bei meinen Kursen, die ich zu diesem Thema gehalten habe, sicher sehr geholfen. Es ist ja immer wieder hilfreich, wenn man das Rad nicht jedesmal neu erfinden muss.

Ich hoffe, es ist mir niemand böse, wenn ich jetzt darauf verzichte bibliotheksnahe Präsentationen hier einzubetten. Da wir uns ja schon Tag für Tag mit Fachthemen auseinandersetzen, habe ich mir etwas anderes ausgesucht. Einen kleinen Frühlingruß an alle Kursteilnehmer.

Bitte scannen

QR-Codes kenne ich bis jetzt meistens nur von Veranstaltungsplakaten oder von manchen Verpackungen. Nun ist es so, dass ich (ja, ja, altmodisch, wie ich bin) wirklich noch kein Smartphone besitze, mit dem ich diese Codes scannen und effektiv nutzen könnte. Allerdings fand ich dies bis jetzt noch nicht sooo schlimm und hatte nicht das Gefühl irgend etwas dabei zu versäumen. Doch seit dem ich die Beiträge zum Thema QR-Codes gelesen habe, denke ich etwas anders darüber.

Nicht nur, um diese Codes endlich mal selber ausprobieren zu können. Ich würde gerne in unserer Bibliothek die Codes für die Bewerbung unserer E-Books nutzen. Mir würde es gefallen, die gedruckten Bücher, die es auch in der Onleihe als E-Books gibt, mit einem entsprechenden Code zu versehen. Ob das funktioniert und wie aufwändig das sein wird, kann ich im Moment noch nicht überblicken. Reizvoll finde ich den Gedanken ja schon. Ich denke, dass es mit ganz viel Testen und Ausprobieren verbunden sein wird, bevor ich diese „Idee“ im Kollegenkreis vorstellen und in die Praxis umsetzen kann. Schön wäre es, demnächst Zeit fürs Probieren zu finden …

Hab schon mal geübt:unitag_qrcode_1393181872110

Und nun alle miteinander

Etherpads – eine neue Erfahrung der Teamarbeit?

Die Idee ist nicht schlecht, jeder sitzt in seinem Büro, in seiner Bibliothek, an seinem Ort und alle arbeiten gemeinsam an einem Projekt, an einem Dokument. Das Ergebnis sieht jeder sofort, ohne langwierigen Mailverkehr, ohne sich auf einen gemeinsamen Tagungsort o. ä. zu einigen. Doch ist dies in der Realität wirklich machbar? Sind wir nicht viel zu individuell und auf unserer eigenen Meinung bedacht? Denn eines ist klar, irgendwann muss auch bei dieser Arbeitsweise ein Ergebnis erzielt werden. Ständiges Ändern und Einfügen haben sicher ihre Grenzen.

Wann bietet sich diese Art de Treamwork also an? Sicherlich bei gemeinsamen Projekten von Bibliotheken, die räumlich von einander getrennt sind. Wie z.B. bei Verbünden, die mit Arbeitsgruppen arbeiten. Da könnte man gemeinsam im Netz arbeiten und könnte auf zeitintensive Treffen verzichten. Interessant wäre sicher auch ein zeitnahes Protokollieren von Verbundtreffen, so dass u.U. Kollegen, die am Treffen nicht teilnehmen können, aber fachliche Fragen beantworten könnten, sich einschalten können.

Man kann Etherpads aber sicher auch für Ideensammlungen verwenden. Ich habe mal, als kleine Übung, damit angefangen und würde mich freuen, wenn Kursteilnehmer, die zufällig in meinem Blog stöbern, sich auch bei dieser kleinen Übung beteiligen. Ich bin schon ganz neugierig auf Eure 18 Dinge.